Belege der Inflationszeit

Portoperiode 11 - 20

PP 11 | 15.01.22 - 14.01.23 | 25 M

Portoperiode 11: 15.12.1922 - 14.01.1923 (31 Tage)

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Die Portotarife der gebräuchlichsten Versendungsarten:

 Drucksache bis 25g,

Ortspostkarte

 

 

 

Ortsbrief bis 20g

 

Fernpostkarte

 

15 Mark

 

Fernbrief bis 20g

 

25 Mark

Portoperiode 12: 15.01.1923 - 28.02.1923 (45 Tage)

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Die Portotarife der gebräuchlichsten Versendungsarten:

Drucksache bis 25g,
Ortspostkarte

 

Ortsbrief bis 20g

 

Fernpostkarte

 

25 Mark

 

Fernbrief bis 20g

Die „Holztauben“ erhielten Ergänzungswerte mit neuen Wertstufen

Die „Queroffset“-Marken erschienen nach und nach mit Wasserzeichen „Waffeln“ und neue Werte kamen hinzu

Am 19.2. erschienen auch die Zuschlagmarken der „Rhein-Ruhr-Hilfe“

Portoperiode 13: 01.03.1923 - 30.06.1923 (122 Tage)

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Eine für diese Zeit ungewöhnlich lange Portoperiode, die darauf zurückzuführen ist, dass von Februar bis April die Mark kurzzeitig wieder an Wert gewann. Ab Mai setzte dann der Verfall der Währung umso rasanter wieder ein.

 

Die Portotarife der gebräuchlichsten Versendungsarten:

Drucksache bis 25g,
Ortspostkarte

 

Ortsbrief bis 20g,

 

Fernbrief bis 20g

Es erschienen neu die Marken der Ausgabe „Ziffern im Kreis“

und die „Holztauben“ kamen mit neuen Werten und ohne farbigen Unterdruck heraus

und schließlich kam noch die „Wartburg“ hinzu

Portoperiode 14: 01.07.1923 - 31.07.1923 (31 Tage)

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Die Portotarife der gebräuchlichsten Versendungsarten:

Drucksache bis 25g,
Ortspostkarte

 

60 Mark

Ortsbrief bis 20g,
Fernpostkarte

 

120 Mark

 

Fernbrief bis 20g

Als weitere Marke kam Ende Juli nur noch der „Kölner Dom“ hinzu

Portoperiode 15: 01.08.1923 - 23.08.1923 (23 Tage)

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Die Portotarife der gebräuchlichsten Versendungsarten:

Drucksache bis 25g,
Ortspostkarte

Ortsbrief bis 20g,
Fernpostkarte

Fernbrief bis 20g,
Einschreibgebühr

Portoperiode 16: 24.08.1923 - 31.08.1923 (8 Tage)

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Hier beginnt nun die Zeit der Überderuckprovisorien. Aufgrund des ständig schnelleren Währungsverfalls und der immer kürzeren Portoperioden konnte die Reichsdruckerei nicht mehr immer neue Marken mit den benötigten Wertstufen herstellen. Da jedoch reichlich alte inzwischen nicht mehr brauchbare Markenbogen vorhanden waren, wurden diese nun mit neuen Werten überdruckt.

 

Die Portotarife der gebräuchlichsten Versendungsarten:

 

Drucksache bis 25g,
Ortspostkarte

 

 4.000 Mark

 

Ortsbrief bis 20g,
Fernpostkarte

 

Fernbrief bis 20g,
Einschreibgebühr

Portoperiode 17: 01.09.1923 - 19.09.1923 (19 Tage)

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Ab dieser Periode war nun endgültig die Zeit der Überdruckmarken angebrochen. Ältere Marken aus der Zeit davor wurden, mitunter auch in größeren Mengen, als Mehrfach- oder Mischfrankaturen aufgebraucht.

 

Die Portotarife der gebräuchlichsten Versendungsarten:

 

Drucksache bis 25g,
Ortspostkarte

 

Ortsbrief bis 20g,
Fernpostkarte

 

Fernbrief bis 20g,
Einschreibgebühr

Zusätzlich gab es noch zwei weitere Überdruckwerte und zwei „Ziffern im Kreis“

wobei die Wertstufen zu 5.000 Mark schon überholt waren.

Portoperiode 18: 20.09.1923 - 30.09.1923 (11 Tage)

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Da die Kapazitäten der Reichsdruckerei nicht mehr ausreichten, lieferte sie Überdruckmatritzen und die zu überdruckenden Markenbogen an verschiedene Oberpostdirektionen (OPD), die dann ihrerseits private Druckereien mit der Herstellung des Überdrucks beauftragten

(OPD I-Ausgaben).

 

Die Portotarife der gebräuchlichsten Versendungsarten:

 

Drucksache bis 25g,
Ortspostkarte

 

Ortsbrief bis 20g,
Fernpostkarte

 

Fernbrief bis 20g,
Einschreibgebühr

Des weiteren kamen noch die folgenden Marken zum Einsatz:

Portoperiode 19: 01.10.1923 - 09.10.1923 (9 Tage)

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In dieser Portoperiode tauchen neben den Werten zu 400.000 und 800.000 Mark nun auch die ersten Millionen-Marken auf, aber allesamt noch als Überdruckmarken. Die Herstellung der Marken zu 400.000 Mark wurde von der Reichsdruckerei an die Fa. Boll in Berlin vergeben, die aber keine Zähnungsapparatur hatte. Aus diesem Grund gibt es diese Marken ausschließlich durchstochen (amtlich Schlitzperforierung). Ob die Druckerei Boll höchstselbst die Durchstichapparate hatte oder die Reichsdruckerei, ist nicht bekannt, jedoch darf ersteres vermutet werden.

 

Der letzte Tag dieser Portoperiode ist zugleich der erste bekannte Verwendungstag der MiNr. 317 (5 Millionen im Rosettenmuster), die eigentlich für die nachfolgende Portoperiode benötigt wurde, aber offensichtlich schon vorher an einige Postämter ausgeliefert worden ist. Um einen Beleg mit dieser Marke und Datum vom 9.10. zu finden, muss man daher sehr lange suchen, aber bei den Mischfrankaturen ist einer vorhanden.

 

Die Portotarife der gebräuchlichsten Versendungsarten:

 

Drucksache bis 25g,
Ortspostkarte

 

Ortsbrief bis 20g,
Fernpostkarte

 

Fernbrief bis 20g,
Einschreibgebühr

Außerdem kamen noch die folgenden Überdruckmarken mit diesen Wertstufen zur Ausgabe:

Die MiNrn. 309 und 312 wurden auch durchstochen verausgabt.

Portoperiode 20: 10.10.1923 - 19.10.1923 (10 Tage)

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Dies ist der Beginn der Verwendung von den Marken der Rosettenmusterausgabe. Marken mit Überduck kommen nur noch wenig zur Verwendung, und wenn, dann meist nur noch die hohen Werte mit 2 Millionen und 800-Tausend.

 

Nach den Überdruckprovisorien der vergangenen Portoperioden handelt es sich bei den Marken des „Rosettenmusters“ (mitunter auch „Korbdeckelmuster“ genannt) um die letzte reguläre Ausgabe der Reichspost während der Inflation. Doch wie war es möglich in der Endphase der Hochinflation wieder Marken mit ständig neuen Wertstufen herzustellen? Die Lösung bestand einfach darin, dass diese Marken in zwei Druckgängen hergestellt wurden, was zunächst widersprüchlich erscheint. Aber der Vorteil dieser Methode bestand darin, dass man die stets gleichen Platten für den Druck des Markenbildes mit der Rosette usw. für jeden Wert verwenden konnte (es musste lediglich eine andere Farbe her). Im 2. Druckgang erfolgte dann der Wertdruck. Bei den Überdruckmarken waren zwar ebenfalls zwei Druckgänge vonnöten, aber hier wurde „alte“ Marken eben nur mit einem neuen Wert überdruckt, bei der Rosettenausgabe waren die beiden Druckgänge hingegen zur Herstellung der vollständigen Marke notwendig.

 

Die Portotarife der gebräuchlichsten Versendungsarten:

 

Drucksache bis 25g,
Ortspostkarte

 

Ortsbrief bis 20g,
Fernpostkarte

 

Fernbrief bis 20g,
Einschreibgebühr

Und dann gab es auch noch diese Marke, bei der man eigentlich nicht so recht wusste, wozu sie gut war.